Aktualisiert am: 12.01.2006

XS 650
Yamalinks1 XS1_rechts

Yamaha witterte 1969, als viele britischen Hersteller ihre Produktion eingestellt hatten, einen neuen Markt und brachte mit der XS 1 den ersten Viertakter dieser Marke heraus. Der Motor entsprach als Parallel-Twin dem britischen Konstruktionsschema, Technik und Verarbeitung waren aber gegenüber dem Vorbild verbessert.
Aber vor allem die ins Auge gefaßten amerikanischen Kunden blieben den britischen Marken treu. Trotz besserer Verarbeitung und Zuverlässigkeit der XS gegenüber den britischen Vorbildern konnten die Fahrwerksschwächen nicht überzeugen.
Außerdem gab es sicherlich die typischen Vorbehalte der Art "japanische Kopie eines klassischen Originals".
Auch die Überarbeitung durch Fahrwerksguru Percy Tait und der neue Name XS650 konnten daran nichts ändern. Ebenso verhalfen die Erfolge in der Rennszene durch Kenny Roberts 1974/75 nicht zu dem erhofften Riesenerfolg.
Zu Beginn der 80er kamen dann als weiteres Zugeständnis an die US-Kundschaft die "Softchopper" ins Programm, deren Enkel heute die Cruiserszene darstellen. Aber auch dieses Aufbäumen konnte den sinkenden Verkaufszahlen nicht entgegenwirken, und so wurde die Modellreihe nach 15 Jahren eingestellt.
Erst danach wurde die XS zum "Kultmotorrad", mit der Folge, daß man heute für gut erhaltene Exemplare mehr bezahlen muß als für die letzten wirklich neuen.

 

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