Aktualisiert am: 12.01.2006

GS 1000
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GS 1000

In den Siebziger Jahren überboten sich die japanischen Hersteller mit immer größeren und stärkeren Motorrädern und die 1000 auf dem Seitendeckel war damals eine beeindruckende Zahl. Bei Kawasakis KZ1000, Yamahas starker XS11 und Hondas GL1000 Gold Wing war Suzuki der letzte der vier großen japanischen Hersteller, der mit einer 1000er zwangsläufig nachziehen mußte. Suzuki präsentierte den weit entwickelten Prototyp der GS1000 auf der Pariser Motorradausstellung im Herbst 1977. Die Einführung der GS 1000 erfolgte dann zum Jahresbeginn 1978.

1978 GS 1000 E
Optik und Technik entsprach der GS 750, Ausnahme bildete das Fahrwerk: Der Gabelstandrohrdurchmesser betrug 37 statt 35 mm und die Schwinge war länger, außerdem waren die Reifen anders. Die ersten GS 1000 erreichten im Februar 1978 die Händler, hießen GS 1000 und hatten konventionelle Federbeine hinten. Ausgeliefert wurde die GS 1000 mit Drahtspeichenrädern und mattschwarz lackierten Seitendeckeln. Ab Mai 1978 bekamen die Gabel und die Ferderbeine Luftdruckunterstützung und die Bezeichnung wurde in GS1000 E geändert. Wahlweise konnte das E-Modell auch mit den sieben Kilogramm schweren Alu-Druck-Gußfelgen von Enkei bestellt werden, die damals modern waren. Verfügbare Farben waren schwarz, rot und blau sowie blau metallic.


GS 1000 E

1979 GS 1000 EH
Die GS 1000 EH kombinierte die Gußräder mit der luftunterstützten Telegabel, die Federbeine mußten ohne auskommen. 1979 folgte zusätzlich die GS 1000 S in exklusiver blau-weiß Lackierung, mit Zeituhr, Tankanzeige und Voltmeter, einem Kunststoffkotflügel und 5 kg schwerer Cockpitverkleidung; später war die S auch in rot-weiß lieferbar. Das Hinterrad wurde von 17" auf 18" vergrößert, was der S damals die höchste Endgeschwindigkeit bescherte. Die GS 1000 S war ein Sondermodell, das Wes Cooley Replica genannt wurde und bis 1980 gebaut wurde. Wes Cooley and Yoshimura gewannen 1978 die junge AMA Superbike Championship für Suzuki. 1981 mußte die GS 1000 S dann der GSX 1100 S Katana als schnellstes Serienmotorrad weichen.
Eine weitere Version der GS1000 in diesem Jahr war die italienische Bimota Suzuki SB3, die den identischen Motor bekam.
Das neue L-Modell schmückte sich mit den choppertypischen Attributen seiner Zeit (Tropfentank 15 Liter, Scheinwerfer 150 mm, 16´´- Hinterrad, Stufensitzbank, Buckhorn-Lenker, Radstand 1525 mm) und markierte mit einem Leergewicht von 250 kg das untere Ende der GS-Palette.

1980 GS 1000 GT
Im Mai 1980 wurden die GS 1000 GT mit Kardanantrieb (22 Liter-Tank, Gewicht 273 kg, Rechteck- statt runder Blinker, Preis 5500 €) sowie die GS 1000 GL, ihr Pendant im Chopper-Look vorgestellt. Verfügbare Farben waren schwarz, rot und blau. 1982 wurde die gesamte GS 1000-Reihe gestrichen. In Japan wurde die GS1000 überhaupt nicht verkauft, weil Motorräder mit mehr als 750ccm gar nicht zugelassen werden durften. So wurde erst 1990 eine VX800 das erste Motorrad in Japan mit mehr als 750 ccm.

 

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